Bücherbesprechungen
Für Sie herausgepickte neue Bücher
Fitzpatrick Becca: Engel der Nacht
2010, 978-3-442-20373-4, UVP CHF 29.90

Klappentext:
Der Himmel muss warten.
Als Nora ihm zum ersten Mal begegnet, weiß sie gleich, dass seine tiefschwarzen Augen mehr verbergen als offenbaren: Patch wirkt geheimnisvoll, fast unheimlich auf sie, und Nora ist zutiefst fasziniert von seiner rätselhaften Ausstrahlung. Doch zugleich macht Patch ihr auch Angst. Denn immer öfter hat sie das Gefühl, verfolgt zu werden, und sie wird den Verdacht nicht los, dass Patch etwas damit zu tun haben könnte. Irgendetwas scheint mit ihm nicht zu stimmen. Wo kommt er her, warum fühlt sie sich so sehr zu ihm hingezogen - und diese Narbe auf seinem Rücken, was hat sie zu bedeuten? Immer tiefer wird Nora verstrickt in Ereignisse, in denen Himmel und Hölle ganz nah beieinander liegen.


Wenn Steffi mir das Buch nicht weggenommen hätte, hätte ich es in einer Nacht durchgelesen.
Romantisch, mystisch, spannend und nicht blutrünstig.
Für alle Fans von Evermore (Alyson Noël), Twilight (Stephenie Meyer) und Vampire diaries (Lisa J. Smith) ein absolutes MUSS.

Der einzige Minuspunkt: Das Buch ist viel zu kurz! Ich hoffe, dass Becca Fitzparck bereits fleissig über ihrem nächsten Werk brütet.

Kathrin G., Nische-Kundin

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Lesbre Michèle; Das rote Canapé
2010, 978-3-423-24721-4, UVP CHF 19.90

Klappentext:
Paris, Irkutsk, zwei Frauen und die Liebe ihres Lebens Anne fährt mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Irkutsk, um ihren Geliebten Gyl am Baikalsee zu suchen. Während der Zug sie immer weiter nach Osten bringt, wandern ihre Gedanken zurück zu ihrem Leben in Paris. Vor allem an Clémence Barrot muss sie denken, ihre Nachbarin auf dem roten Canapé, der sie oft etwas vorgelesen hat. Während der Zeit der Résistance führte Clémence ein abenteuerliches Leben, später wurde sie Hutmacherin. Ihre große Liebe starb im Krieg - vergessen aber hat sie Paul nie. Zart und sehr präzise zeichnet Michèle Lesbre die Geschichte beider Frauen nach, souverän verschränkt sie Gegenwart und Vergangenheit. Alles scheint miteinander verwoben zu sein in diesem atmosphärisch so dichten Buch, das ein wahres Meisterwerk der leisen Töne ist.

Wenn einer ein Reise tut… oder kann man sich dabei selbst entfliehen? Nein, natürlich nicht! Im Gegenteil: Oft findet man sogar zu sich selber oder zu dem, was man wirklich will, indem man das Ganze von Ferne betrachtet. Man nimmt sozusagen Abschied, um wieder im Leben anzukommen. Kompliziert? Nein, gar nicht! Hier die Geschichte zweier Frauen unterschiedlichen Alters. Die eine reist, die andere bleibt. Beide finden ihre Liebe. Gegenwart und Vergangenheit sind miteinander verstrickt und trotzdem verliert man nie den roten Faden…Ein Meisterwerk der leisen Töne!
v.  Eve-M. Hoffmann, Bibliothekarin a.D. und Nische-Mitarbeiterin

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NDijane Marie: Drei starke Frauen
2010, 978-3-518-42165-9, UVP CHF 38.50

Klappentext:
Drei starke Frauen Den neuen Roman der "ungewöhnlichsten Schriftstellerin Frankreichs" beschrieb die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung in den knappen und präzisen Worten: Er handle "von drei vollkommen unterschiedlichen Frauen, die sich von den Schwierigkeiten des Lebens nicht unterkriegen und von ihren Mitmenschen nicht demütigen lassen". Die vierzigjährige Norah gibt dem Drängen ihres Vaters nach und besucht ihn in Dakar: Die Juristin soll ihren Bruder aus dem Gefängnis holen. Das schwierige Treffen mit dem Vater führt die Frau an den Rand des Wahnsinns. Fanta hat im Unterschied zu Norah Dakar verlassen, um ihrem Ehemann Rudy in die französische Provinz zu folgen. Sie gibt sich dort vor Langeweile auf, so meint Rudy, durch dessen Perspektive wir von Fanta erfahren - doch ihm entgeht Entscheides. Von Afrika aus betrachtet erscheint ihre Existenz geradezu luxuriös und begehrenswert, weshalb Khady, die junge Afrikanerin, illegal nach Frankreich einzuwandern sich bemüht - doch sie et, tot, an Grenzen. Drei Lebensläufe, drei starke Frauen, die ihre Würde verteidigen, indem sie sich im entscheiden Moment weigern, so zu handeln, wie es die Umgebung verlangt: drei Frauen, die selbst in extremster Situation ihre Würde verteidigen.

Drei eindrückliche Geschichten zwischen Afrika und Europa. Wie Frauen in extremen Situationen ihre Würde verteidigen indem sie sich treu bleiben. Keine Konzessionen an ihre Umwelt. Keine Konzessionen an ihre Vergangenheit. Keine Konzessionen an ihre Familien. So soll es sein! Wir sollten uns ein Beispiel nehmen, falls wir das können….! Die Autorin hat für ihr Buch sogar den Prix Goncourt erhalten, die höchste literarische Auszeichnung Frankreichs.
v.  Eve-M. Hoffmann, Bibliothekarin a.D. und Nische-Mitarbeiterin

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Schiffrin André; Paris, New York und zurück - Politische Lehrjahre eines Verlegers
2010, 978-3-88221-685-1, CHF 38.50

Klappentext:
Geboren in Frankreich als Sohn eines russischen Juden, der als Verleger im Paris der 20er und 30er Jahre eine herausragende Rolle spielte, verschlug es André Schiff rin nach der erzwungenen Flucht vor den einmarschierenden Nazis mit seiner Familie über Casablanca nach Amerika, wo er nach einem Studium in Yale als Verleger über die Landesgrenzen hinaus berühmt werden sollte. Die Lebensgeschichte dieses wohl bekanntesten unabhängigen Verlegers liest sich wie ein Entwicklungsroman vor dem Hintergrund der politischen und intellektuellen Turbulenzen der zweiten Hälft e des 20. Jahrhunderts - aber auch wie ein Abgesang auf eine verlorene Kultur: Politisches Engagement, die Linke in Amerika, die Atmosphäre unter McCarthy, der Antisemitismus an den Universitäten und immer wieder Begegnungen mit seinen Autoren: Noam Chomsky, Michel Foucault, Eric Hobsbawm, Simone de Beauvoir, Art Spiegelman oder Marguerite Duras.

Von André Gide über Hannah Arendt bis Thomas Mann. Die Biographie dieses bekannten Verlegers liest sich wie eine Enzyklopädie der Kultur. Sie alle verliessen Europa Ende der 30er Jahre um sich nach Amerika zu retten, wo sie sich zusammen mit ihren Familien  mühsam eine neue Existenz aufbauen mussten. Schiffrin gründete unter anderem den Pantheon Verlag, sowie The New Press. Die persönlichen Erlebnisse des Emigrantenkindes sind ebenso interessant wie sein erstes Zusammentreffen mit der damaligen Rassensegregation in Amerika, die für Europäer trotz der Umstände ihrer Flucht eher befremdlich war. Viele Protagonisten des europäischen Kulturlebens kommen im Buch vor, die sich in Amerika schon eher deplaziert fühlten.
Demütigungen waren an der Tagesordnung. Sie alle waren entwurzelt und mussten sich neu erfinden. Sie alle waren Ausländer in Amerika. All ihre Kultur half ihnen nicht dabei…
v.  Eve-M. Hoffmann, Bibliothekarin a.D. und Nische-Mitarbeiterin

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Nafisi Azar; Die schönen Lügen meiner Mutter – Erinnerungen an meine iranische Familie
2010, 978-3-421-04428-0, UVP CHF 38.90


Klappentext:
Nach "Lolita lesen in Teheran" - die Erinnerungen der Bestsellerautorin Azar Nafisi  Mit ihrem Buch "Lolita lesen in Teheran" wurde Azar Nafisi weltberühmt. Nun erzählt sie auf ebenso fesselnde Weise die Geschichte ihrer unglücklich zerrissenen Familie. Die junge Azar steht zwischen der Mutter, einer eindrucksvollen, aber komplizierten Frau, und dem liebevollen, literaturinteressierten Vater. Eine berührende Familiensaga vor dem Hintergrund der Unruhen im Iran der Schah-Zeit.» In unserer Familie«, so beginnt Azar Nafisi ihre Rückschau, »liebte man es, Geschichten zu erzählen.« Doch erst nach dem Tod der Eltern wagt sie sich an die eigene Familiengeschichte: ihre Kindheit in Teheran, hin- und hergerissen zwischen der Mutter, einer wunderschönen, aber schwierigen und wenig liebevollen Frau, und dem Vater, der Azar zum Verbündeten gegen die Mutter wird und ihr die Liebe zur Literatur nahebringt; ihre Schul- und Studienjahre im westlichen Ausland; die Zeit ohne den Vater, der aus fadenscheinigen Gründen inhaftiert wird; ihre erste überstürzte Ehe mit einem Mann, den sie nicht wirklich liebt; ihre Rückkehr in den Iran nach der Islamischen Revolution, wo ihre Uni-Karriere beginnt; ihre zweite Ehe und schließlich die Auswanderung der Familie in die USA. "Die schönen Lügen meiner Mutter" sind die sehr persönlichen Erinnerungen an eine Kindheit, die alles andere als unbeschwert ist, an den Alltag unter einem autoritären Regime und, nicht zuletzt, die kleinen und großen Geheimnisse einer Familie.

Ein kleines Mädchen in der Pufferzone zwischen Mutter und Vater. Das Leben im Iran zu Zeiten des Shah. Letztlich eine Familiengeschichte, eingebettet in historischen Gegebenheiten. Auch Repression politisch anders Denkender. Dies alles macht das Leben der Autorin aus. Sie gibt uns die Gelegenheit uns in diese Zeit zurück zu versetzen. Werten dürfen wir nicht, denn wir waren (sind?) nicht dort. Einblick können wir uns trotzdem verschaffen…..Ganz interessant!
v.  Eve-M. Hoffmann, Bibliothekarin a.D. und Nische-Mitarbeiterin

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Beynon Rees, Matt; Der Verräter von Bethlehem - Omar Jussufs erster Fall
2010, 978-3-453-43358-8, UVP CHF 16.50


Klappentext:
Mut und Menschlichkeit in einer Welt von Gewalt und Hass. Omar Jussuf arbeitet als Geschichtslehrer für Muslime und Christen in einem Flüchtlingscamp in Bethlehem. Er ist ein bescheidener, wenn auch streitbarer Idealist. Als sein Lieblingsschüler Saba, ein Christ, an einem Attentat an einem führenden palästinensischen Widerstandskämpfer beteiligt gewesen sein soll und keiner an der Wahrheit interessiert ist, ist Omar es sich selbst und Saba schuldig, den wahren Verräter von Bethlehem zu finden. Der fulminante Auftakt der Spannungsromane um den palästinensischen Lehrer Omar Jussuf.

Als bescheidener, wenn auch streitbarer Idealist arbeitet der Lehrer Omar Jussuf mit Mut und Menschlichkeit in einer Umwelt von Hass und Gewalt. Alle im Buch beschriebenen Verbrechen haben sich wirklich in Bethlehem zugetragen. Diejenigen, die dabei ums Leben kamen sind in jedem Falle tot….Ein palästinensischer Ermittler, ein Insider, in Aktion.
Matt Beynoun Rees, der Autor, war bis vor kurzem Jerusalemer Bürochef für die Time, für die er immer noch schreibt. Er spricht Hebräisch und Arabisch und lebt in Jerusalem.
Ein überaus spannender Krimi der in das Leben und die Mentalität der Palästinenser in den besetzten Gebieten Einblick gewährt.
v.  Eve-M. Hoffmann, Bibliothekarin a.D. und Nische-Mitarbeiterin

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